SPÖ und ÖVP haben sich am 04.06.2008 darauf geeinigt, die so genannte Hacklerregelung bis Ende des Jahres 2013 zu verlängern. Die Regelung sieht vor, dass Männer 60-jährig und Frauen 55-jährig abschlagsfrei in Pension gehen können, wenn 45 bzw. 40 Beitragsjahre vor-liegen.
Künftig werden auch Krankengeldbezugszeiten angerechnet, was die Hacklerregelung vor allem für Arbeiter zugänglicher macht.
Umstritten war noch die Frage, wie das Pensionssystem nachhaltig gesichert werden sollte.
Sozialminister Buchinger und Wirtschaftsminister Martin Bartenstein einigten sich auf fol-genden "automatischen Nachhaltigkeitsmechanismus". Steigt die Lebenserwartung der heute 65-Jährigen um mehr als sechs Monate und sinkt gleichzeitig die Deckungsquote im Pensi-onssystem (die Einnahmen dividiert durch die Ausgaben; die Quote liegt derzeit bei 75 %) um mehr als ein Prozent, dann muss der Sozialminister handeln; indem er die Mehrbelastung des Systems per Verordnung auf fünf Faktoren verteilt: Pensionsantrittsalter, Pensionsversiche-rungsbeiträge, Pensionshöhe, Bundesbeitrag zu den Pensionen, jährliche Pensionserhöhung.
Eine Einigung über das Pensionspaket wurde auf der Regierungsklausur vertagt. Diese Frage sei nicht auf der Tagesordnung gewesen.
