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Formulare, Formulare, Formulare
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Mit Jahresbeginn tritt eine umfassende Novelle des Arbeitszeitgesetzes (AZG) in Kraft. Diese wird es Unternehmen ermöglichen, flexib4,3 Mrd Euro kostet das Ausfüllen der Steuer-Formulare die österreichischen Unternehmen jährlich. Das sind immerhin 1,6 % der gesamten Wirtschaftsleistung des Landes. Die Regierung hat daher beschlossen, durch Verwaltungs-Vereinfachung diese Kosten um ein Viertel zu senken – soweit die Theorie.
"In der Praxis ist davon nichts zu bemerken. Im Gegenteil: Die neuen Einkommensteuer-Formulare sind noch umfangreicher und komplizierter", kritisiert Klaus Hübner, Präsident der Kammer der Wirtschaftstreuhänder. So sei das Formular E6 für die Erfassung der Einkünfte von Personengesellschaften um vier neue Formulare ergänzt worden. "Die Ausfüllanleitung umfasst 27 Seiten", beschreibt Hübner die neue Bürokratie. Vor allem die Informationspflichten seien mehr geworden. "Das Finanzministerium sammelt Datenmüll. Denn häufig bleibt es im Dunkeln, wozu die Informationen gebraucht werden", betont Karl Bruckner, Vorsitzender des Fachsenats Steuerrecht. Er fordert von den Beamten mehr Bereitschaft, auf Informationen zu verzichten. Der Anlass für die Datensammlung – die Betrugsbekämpfung – sei zwar in Ordnung, in vielen Fällen gingen die Vorschriften des Ministeriums aber an der Praxis vorbei.
Als Beispiel nannte Bruckner die Barbewegungsverordnung (vom 21.11.2006, BGBl II 2006/441) für die Gastronomie. Zur Unterbindung des Schwarzverkaufs müssen die Wirte Aufzeichnungen über jeden Geschäftsfall führen. "Dies ist für viele Betriebe, etwa Skihütten, nur mit unzumutbar hohem Aufwand und Kosten möglich". Sie müssten ein zweites Registriersystem einführen, das nicht den Ausgang aus Küche und Schank erfasse, wie bisher üblich, sondern die Zahlung durch den Gast.
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