Emissionshandel auch für Fluglinien bindend
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In der Woche nach der Weltklimakonferenz in Bali, bei der Europa wieder als Vorreiter beim Klimaschutz auftrat, lässt Brüssel den schönen Worten Taten folgen. Standen am einen Tag noch große Autos am Klimaschutz-Pranger, ging es am nächsten Tag um den Beitrag des Flugverkehrs zum Klimaschutz.
Während die Industrie bereits für die Luftverschmutzung zahlen muss, waren Fluglinien bisher vom Emissionshandel ausgenommen. Das soll sich ab 2012 ändern, beschlossen die Umweltminister beim Rat in Brüssel. Die CO2-Emissionen sollen damit auf dem Niveau von 2004 bis 2006 stabilisiert werden. Im ersten Jahr werden 10 % der Verschmutzungsrechte versteigert und der Rest - abgesehen von einer kleinen Reserve - gratis zugeteilt.
Umweltminister Josef Pröll sprach von einem "Meilenstein für die europäische Klimaschutzpolitik". Das EU-Parlament, das in der ersten Lesung den Start des Emissionshandels 2011 verlangt hatte, muss dem Kompromiss noch zustimmen.
Es ist zu befürchten dass sich die Airlines einen Teil der Mehrkosten über teurere Tickets zurückholen werden.
