Weniger Staus, Umweltbelastung und Feinstaub - das könnte eine City-Maut laut dem Ver-kehrsclub Österreich (VCÖ) heimischen Städten bringen. Nachdem am 02.01.2008 in Mailand eine Straßengebühr für umweltbelastende Fahrzeuge eingeführt worden war, sprach sich der Club für ein Pilotprojekt in österreichischen Städten aus. Sinnvoll wäre eine Maut vor allem für Graz, Wien, Salzburg und Klagenfurt.
Der Verkehrsclub argumentiert mit positiven Beispielen. Vor allem die Einführung der zeitlich gestaffelten City-Maut in Stockholm wird hervorgehoben. In der sechsmonatigen Testphase sind der Verkehr um 23 % und die Staus sogar um 38 % zurückgegangen. Positive Auswirkungen gab es auch für die Umwelt. Die Feinstaubbelastung wurde um 13 %, der CO2-Ausstoß um 14 % reduziert. Der Tarif für eine City-Maut sollte laut VCÖ auch in Österreich zeitlich gestaffelt sein, die Einnahmen will der Club für den Ausbau des öffentlichen Ver-kehrsnetzes verwenden.
Der ÖAMTC ist der Meinung, dass "eine City-Maut nicht nur die Autofahrer unnötig belastet, sie ist auch ein Bärendienst für Stadtbewohner und vor allem für die Wirtschaft". Eine allge-meine Verteuerung, mehr Verkehr im Umland und ein unübersichtliches System mit Aus-nahme-Genehmigungen wären die Folgen.
