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Nach der Prüfung von 13 Trassenvarianten hat Verkehrsminister Werner Faymann eine neue Variante vorgelegt. Die Trasse „Pfaffensattel“ in Kürze:
- Die Trasse wird rund doppelt so teuer wie die zuletzt im Jänner 2006 vorgesehene Strecke. Ging man damals noch von 1,25 Mrd. Euro Baukosten aus, sollen nun 2,6 Mrd. Euro verbaut werden.
Durch die beiden Großvorhaben Koralmbahn und Semmeringbasistunnel neu, die beide im Rahmenplan 2008-2013 enthalten sind, und zusätzlich durch die Anhebung der Streckenhöchstgeschwindigkeit zwischen Wien und Gloggnitz auf 200 Stundenkilometer bzw. der Streckenbegradigungen zwischen Semmering Südportal und Graz soll ab 2025 eine Fahrzeit von Wien nach Klagenfurt von rund zwei Stunden möglich sein. Derzeit dauert die Fahrt im IC vier Stunden 14 Minuten.
- Die Baukosten steigen zwar, dafür wird künftig billiger gefahren, da eine flachere Streckenführung nur mehr eine Lokomotive pro Gesamtzug nötig macht. Außerdem sind statt einer künftig zwei Tunnelröhren vorgesehen, was die Sicherheit massiv erhöht. Die Röhren sind 26,96 Kilometer lang.
- Die Trasse Pfaffensattel hat die geringsten umwelttechnischen Auswirkungen. Umwelttechnisch sensible Bereiche werden großräumig umfahren. Außerdem verringert sich der Stromverbrauch für die Züge durch die flachere Schienenführung um 25 % und der CO2-Ausstoß um 35 %.
- Die Kosten für die Erhaltung der alten Bahntrasse über den Berg, die derzeit 18 Mio. Euro ausmachen, sollen erheblich sinken.
- Baubeginn ist 2012. Acht Jahre später, 2020 soll der Basistunnel in Betrieb gehen.
Niederösterreichs Landeshauptmann Erwin Pröll ist der Auffassung, dass das alte Projekt tot ist und das neue alle behördlichen Verfahren durchlaufen müsse. Außerdem müsse der alte Sondierstollen geschlossen werden, weil dort pro Tag 13 Mio Liter Wasser aus dem Berg laufen und abgepumpt werden müssen, was jährlich 500.000 Euro kostet. Darüber hinaus müsse die alte Ghega-Bahn erhalten bleiben.
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