Die Wiener Börse hat sich in der vergangenen Handelswoche wieder bewährt. Im Gleichklang mit den übrigen europäischen Aktienmärkten hat die Wiener Börse von der positiven Stimmung aufgrund der Zinserhöhung der US-Notenbank Federal Reserve Boards profitiert, die am Dienstag den Diskontsatz und die Fed Funds Rate um je 50 Basispunkte senkte. Das positive Börsenumfeld verhalf dem Wiener Leitindex ATX im Wochenabstand zu einem Plus von 2,4 % auf einen Schlussstand von 4.582,45 (nach 4.474,39) Punkten. Die für manche überraschend deutlich ausgefallene Zinssenkung in den USA konnte die Auswirkung negativer Einflussfaktoren - den neuerlich gestiegenen Ölpreis, die noch immer nicht absehbaren Konsequenzen der US-Subprime-Krise und das Rekordhoch des Euro gegenüber dem Dollar - überkompensieren.
Die Einschätzungen heimischer Aktienexperten für die weitere Entwicklung sind überwiegend positiv: Die RZB sieht den österreichischen Markt durch die dynamische Konjunktur "gut unterstützt" und rechnet bis zum Jahresende mit einem ATX bei 4.900 Punkten, das entspricht einem Plus von rund 7 % zum heutigen Niveau. Die Erste Bank rechnet in den nächsten Tagen mit einer stabilen Kursentwicklung, die Anstiege sollten allerdings unter jenen der abgelaufenen Woche bleiben. Die Volksbanken gehen von einer "Stabilisierung des gegen-wärtigen Bewertungsniveaus" aus.
