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Strabag gibt 28,2 Mio Aktien aus
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Der österreichisch-deutsche Baukonzern Strabag hat den Startschuss für seine Rückkehr an die Wiener Börse gegeben, von der sich das Unternehmen erst vor vier Jahren zurückgezogen hatte. Das Unternehmen verkauft jetzt bis zu 28,2 Mio Aktien, davon bis zu 19 Mio neue, und erhofft sich dadurch Erlöse von insgesamt bis zu 1,35 Mrd Euro. Damit wäre diese Transaktion der bisher größte Börsegang an der Wiener Börse. Nach dem kurzfristig abgesagten Börsegang im Mai dieses Jahres waren bis zuletzt Zweifel an der Entschlossenheit der Strabag zum Börsegang geäußert worden.
Mit der Transaktion erhöht die Gesellschaft ihre Aktienanzahl auf bis zu 114 Mio Stück. Neben einer Aufstockung um 16 Mio sowie weiteren drei Mio neuer Aktien im Rahmen einer möglichen Mehrzuteilungsoption ("Greenshoe") können Alteigentümer (Familie Haselsteiner und Raiffeisen/UNIQA) bis zu 9,2 Mio Aktien verkaufen. Das Preisband für die angebotenen Aktien wird sich zwischen 42 und 48 Euro pro Anteilsschein bewegen. Damit würden bis zu 912 Mio Euro in die Kassen des Unternehmens und bis zu 441 Mio Euro in jene der Altaktionäre fließen.
Die Zeichnungsfrist endet am 18.10.2007, jenem Tag, für den auch die endgültige Festsetzung des Ausgabepreises (Pricing) erwartet wird. Am Folgetag soll die Erstnotiz erfolgen. Privatanleger, die mit 250 Aktien pro Zeichner bevorzugt bedient werden sollen, können bis zum 17. Oktober zeichnen, sofern die Kapitalerhöhung wegen hoher Nachfrage nicht vor der Zeit geschlossen wird. Unter professionellen Anlegern besteht international Interesse an der Bauaktie.
Verwendet werden sollen die Mittel vor allem für Russland. Dort will man sich langfristig bis zu verzehnfachen und damit um die 17.000 Mitarbeiter beschäftigten. Russland habe das Potenzial einer der drei größten Märkte des Unternehmens zu werden. Neben massiven Umsätzen, die man sich aus Bauaufträgen für Olympia 2014 in Sotschi erwartet, will man sich vor allem auf den Infrastrukturausbau konzentrieren. Neben dem reinen Baugeschäft will die Strabag auch als Betreiber tätig werden, was riesige Kapitalerfordernisse zur Folge habe.
Die Familie des Unternehmenschefs wird nach der Emission ein Viertel der Anteile minus drei Aktien halten, während Deripaska (Rasperia), Raiffeisen/UNIQA und Streubesitz auf jeweils 25 % plus eine Aktie kommen werden. Der Umstand, dass seine Familie unter die Sperrminorität fallen wird, habe wegen des Syndikatsvertrags keinerlei reale Bedeutung.
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