Letztes Update am 15.01.2008
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Welthandelsliberalisierung stockt


Seit einigen Jahren wird an der Liberalisierung des Welthandels gearbeitet. Vor sechs Jahren haben sich die WTO-Mitglieder (derzeit 151) im Emirat Qatar getroffen, um die Behinderungen des Welthandels zu beseitigen. Dabei geht es um den Abbau von Importzöllen, um wettbewerbsverzerrende Subventionen und um sonstige Handelsbehinderungen. Das zentrale Ziel der 1995 ins Leben gerufenen Welthandelsorganisation (World Trade Organization, WTO) ist der Abbau von Handelshemmnissen. Ihren Sitz hat sie in Genf und umfasst 151 Staaten. Seit Jahren scheitert die weitere Liberalisierung des Handels insbesondere am Reizthema der Agrarsubventionen.
Die Liberalisierung kann nur dann einen weiteren Schritt machen, wenn die Agrarsubventionen der reichen Länder abgeschafft werden. Sie sind wettbewerbsverzerrend und benachteiligen Landwirte in armen Staaten, da in diesen keine Agrarsubventionen ausgeschüttet werden können. Die Bauernvertreter sind sehr geschickte Verhandler und wissen um ihre Macht, da sie nur auf die Gefahr der Nahrungsmittelverknappung hinweisen müssen und schon wird von der weltweiten Handelsliberalisierung für Agrarprodukte Abstand genommen. Die Landwirte haben nämlich viel zu verlieren, schließlich machen die Agrarsubventionen in den 15 alten EU-Staaten etwa 50 % des EU-Budgets aus.


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