Letztes Update am 15.01.2008
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Klimakatastrophe stürzt auf uns


So viele Überschwemmungen, Wirbelstürme und Trockenheiten wie in diesem Jahr, hat die Welt noch nie erlebt. Dies lasse einen fürchterlichen Klimawandel erwarten. Der Vize-Generalsekretär für Humanitäre Angelegenheiten der UNO meinte, die düsteren Vorhersagen über die Folgen der Erderwärmung würden sich nun bestätigen. Wir sind Zeugen des Klimawandels. Das Problem ist da und es betrifft uns alle.
Das UNO-Büro für die Koordination Humanitärer Angelegenheiten (OCHA) hat heuer 13 "Dringlichkeits-Alarme" ausgegeben - dreimal so viele wie 2005, das bisher als das Rekordjahr galt. Vor zwei Jahren war nur die Hälfte der von OCHA behandelten Katastrophen klimatisch bedingt. In diesem Jahr waren von den 13 Alarmen nur einer nicht in Zusammenhang mit dem Klimawandel gestanden, wobei das Jahr 2007 noch nicht zu Ende ist.
In den kommenden Wochen seien aufgrund der Überschwemmungen in Westafrika neue Alarme zu erwarten. Der einzige nicht klimabedingte Notfalls-Alarm war das Erdbeben in Peru im August gewesen. Alle anderen gingen auf eine Reihe von beispiellosen Überschwemmungen in großen Teilen Afrikas und Südasiens zurück, denen eine extreme Trockenheit in Südostafrika folgte. Zudem gab es einen Hurrikan der Stärke 5 in Nicaragua und extreme Klimabedingungen in Bolivien, mit gleichzeitigen Trockenheiten und Überschwemmungen. Die Alarme von OCHA sind aber nur die Spitze des Eisbergs. Sie werden nur mit Zustimmung des betroffenen Landes ausgegeben. Auch Indien war von den schweren Überschwemmungen in Asien im Juli betroffen - im Gegensatz zu seinem Nachbarstaat Pakistan bat es aber das OCHA nicht um Hilfe. Das OCHA schätzte, dass 66 Mio Menschen durch die Naturkatastrophen obdachlos geworden sind oder in anderer Form betroffen waren.

Die Überschwemmungen in Afrika seien die schlimmsten seit Menschengedenken. Zugleich wurde die geringe Aufmerksamkeit westlicher Medien gegenüber diesen Katastrophen beklagt. Die Überschwemmungen würden im Zuge der Erderwärmung zu einer regelmäßigen Erscheinung. Der Klimawandel habe nämlich einen doppelten Effekt. Die Anzahl der Unwetter nehme zu, gleichzeitig werde die Fähigkeit der Pflanzen verringert, Wasser aus dem Boden aufzunehmen.


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