Letztes Update am 15.01.2008
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NÖ Krankenkasse muss sparen


Die NÖ Gebietskrankenkasse muss nächstes Jahr 15 Mio Euro einsparen. Um das Ziel zu erreichen, müssen die Ausgaben für Arzthonorare und Medikamente drastisch gesenkt werden. Das ist ein Anschlag auf das Gesundheitssystem. Die Betroffenen kündigen Proteste an.
Der Hauptverband gibt auch vor, wo die Krankenkassen sparen sollen. Bei den Arzttarifen, beim Medikamentenverbrauch sowie bei den Transportkosten der Rettungsdienste. Allein für Arzneien sollen im nächsten Jahr sieben Mio Euro weniger ausgegeben werden. Da müsste vermutlich jede ärztliche Hausapotheke zusperren. Wir können die Mediziner nicht zwingen, weniger Medikamente zu verschreiben. Für 2008 hat die nö GKK knapp 439 Mio Euro an Ausgaben für Medikamente veranschlagt.

In den letzten elf Jahren wurden den Apotheken die Spannen elf Mal gekürzt. Die Umsatzeinbußen haben den Apotheken 771 Mio gekostet. Bei den nunmehr geplanten Einsparungen würde jede nö. Apotheke jährlich 35.000 Euro verlieren. Statt 417, sollen nächstes Jahr nur noch 415 Mio Euro an Arzthonoraren ausgezahlt werden.
Eine Brustuntersuchung, die so genannte Mammographie, kostet in Oberösterreich 28,42 Euro. In NÖ um 58,16 % mehr, nämlich 44,95 Euro. Bei den teuren Tarifen muss in NÖ um fünf % eingespart werden. Die Interessenvertretungen haben bereits Widerstand angekündigt.

Die Kasse muss die ohnedies schon niedrigen Transportzuschüsse für die Rettungsdienste nochmals senken – und zwar um ein %. Die Einsparungen könnten auch die Patienten treffen. Obwohl dies noch dementiert wird, könnten die Zuschüsse für Zahnersatz und Augengläser ebenfalls auf ein Minimum reduziert werden.


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