Letztes Update am 15.01.2008
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Klimawandel ist laut UNO-Bericht unumkehrbar!


UN-Generalsekretär Ban Ki Moon sagte über den 4. Weltklimareport, sein Inhalt sei so furchterregend wie ein Science-Fiction-Film. Aber statt der unerbittlichen Kreaturen aus dem All ist der Mensch selbst dabei, seine Lebensgrundlage zu zerstören.

Ki Moon rief die politischen Führer der Welt auf, die Gefahren des Klimawandels schnellstmöglich und mit aller Entschiedenheit zu bekämpfen. Die Nachricht kann nicht einfacher sein, betonte er bei der Präsentation der Zusammenfassung des Berichtes am 17.11.2007 in Valencia. Dieser Prozess müsse noch im Dezember bei der UN-Klimakonferenz auf Bali beginnen. Dort solle ein Weg zur Reduktion der Treibhausgase starten, dem alle Länder zustimmen könnten, sagte Ki Moon. Diese Verhandlungen müssten bis 2009 abgeschlossen sein, verlangte er. "Es gibt keine Zeit mehr zu verschwenden. Die Forscher haben klar und einstimmig gesprochen."

Experten aus mehr als 140 Ländern schlossen am Freitag ihre Arbeit an dem vierten Weltklimabericht ab. Die Kernaussage besteht darin, dass der Klimawandel begonnen hat und den ganzen Planeten mit unumkehrbaren Folgen bedroht. Das Dokument beschreibt, wie sich das Klima verändert und was die Ursachen sind. Ferner zeigt es die Auswirkungen auf verschiedene Ökosysteme und für den Menschen auf. Dafür gibt es verschiedene Szenarien, je nachdem, wie schnell Gegenmaßnahmen ergriffen werden. Der Bericht stellt somit eine allgemein anerkannte wissenschaftliche Basis für die bevorstehenden politischen Verhandlungen dar.
Die Zusammenfassung des Berichts beginnt mit der Aussage: "Die Erwärmung des Klimasystems ist eindeutig." Damit solle den letzten Zweiflern klar gemacht werden, dass sich die globale Erwärmung nicht länger bestreiten lasse, erklärten Konferenzteilnehmer. In seiner Schlussfolgerung warnt der Bericht des UN-Weltklimarats (IPCC), dass menschliches Verhalten zu "abrupten und unumkehrbaren Änderungen" auf der Erde führen könnte.

Dürre in Afrika und Südeuropa, Überschwemmungen der Flussdeltas und der Verlust fruchtbaren Landes in Asien, starke Niederschläge und Stürme in Nordeuropa, das Schwinden des Grönland- und Polareises und der damit verbundene Untergang der kleinen Inselstaaten, mehr Kriege, mehr Infektionskrankheiten, das Aussterben vieler Tier- und Pflanzenarten und das Ende ganzer Ökosysteme - die Liste lässt sich mit dem Blick in den Bericht fast unbegrenzt fortsetzen.
"Wir müssen den Menschen erklären, dass das, was wir gerade tun, noch in 1000 Jahren Wir-kung zeigt. Aber dann nützt eine Verhaltensänderung nichts mehr". Der stellvertretende Vor-sitzende der IPCC-Arbeitsgruppe III, Professor Olav Hohmeyer von der Universität Flens-burg, fasst das alles so zusammen. Der Mensch ist schuld am Klimawandel. Wir können etwas tun. Wir haben bereits jetzt alle Mittel dazu in der Hand. Aber wir müssen sofort anfangen. Das Problem ist das Kohlendioxid, das heute aus Motoren, Kraftwerken oder abgeholzten Wäldern strömt. Es entfaltet seine dramatische Wirkung erst später.

IPCC-Chef, Rajendra Pachauri, sagte, dass nur noch bis zum Jahr 2015 Zeit bleibe, die Freisetzung der Treibhausgase zu bremsen. Dann aber müsse das Maximum des Ausstoßes spätestens erreicht sein. "Glücklicherweise hat die Menschheit einige Möglichkeiten, zu handeln." Zugleich warnte er. Selbst wenn die Konzentration von Kohlendioxid (CO2) auf dem Stand von heute bliebe, werde das den Meeresspiegel auf Jahrhunderte hinaus nicht stabilisieren.
So deutlich wie nie zuvor haben die drei Teile seines insgesamt 4. Klimareportes in diesem Jahr gezeigt, dass der Mensch die Hauptschuld an der Erwärmung des Klimas um bisher rund 0,7 Grad Celsius seit dem Beginn der Industrialisierung hat.


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