Letztes Update am 15.01.2008
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Bienensterben



Etwa jedes vierte der 2,4 Millionen US-Bienenvölker ist zusammengebrochen. In Deutschland beträgt der Rückgang der Bienenpopulation nach Angaben des Deutschen Berufs- und Erwerbs-Imkerbunds (DBIB) ca 25 %. Biologen rätseln über die Gründe des Massensterbens.  Die Theorien reichen von Milbenbefall über Seuchen bis hin zu schädlicher Mobilfunk-Strahlung. Ernährungsexperten warnen vor den Folgen für die Landwirtschaft und in der Folge für den Menschen.

Bienen bei der Mahlzeit: Rätselhaftes Massensterben in den USA
Bienen bei der Mahlzeit: Rätselhaftes Massensterben

Wenn das Bienensterben nicht bald endet, könnte es ernsthafte Folgen für die Nahrungsmittelversorgung haben. Bienen produzieren nicht nur Honig, sondern bestäuben auch mehr als 90 Gemüse- und Obstsorten. Äpfel, Nüsse, Avocados, Sojabohnen, Spargel, Broccoli, Sellerie, Kürbisse und Gurken dürften ohne Bienen rar werden. Auch süße Dinge wie Zitrusfrüchte, Pfirsiche, Kiwis, Kirschen, Blau- und Erdbeeren und diverse Melonensorten sind auf die Befruchtung der fliegenden Arbeiter angewiesen.
Wenn sich der Zusammenbruch der Bienenpopulation fortsetze, "könnten wir am Ende nur noch mit Getreide und Wasser dastehen", sagte Kevin Hackett vom US-Landwirtschafts-ministerium. Das Bienensterben sei die "größte allgemeine Bedrohung unserer Lebensmittelversorgung". US-Landwirtschaftsminister Mike Johanns äußerte sich ähnlich alarmiert: "Die Krise droht die Produktion von Getreidesorten auszulöschen, die auf die Befruchtung durch Bienen angewiesen sind."
Inzwischen fragen sich einige Wissenschaftler, ob sich die Menschheit vielleicht nicht zu abhängig von Honigbienen macht. Laut einer Studie des US-Kongresses tragen die kleinen Tiere jährlich einen Wert von umgerechnet elf Mrd Euro zur Lebensmittelproduktion der USA bei. Unter den rund 17.000 bekannten Bienenarten sind Honigbienen diejenigen, denen die Hauptarbeit bei der Befruchtung der nordamerikanischen Nutzpflanzen zufällt.

Sollte sich diese Entwicklung auch auf Europa ausweiten, hätte das dramatische Ausfälle bei der Lebensmittelproduktion im Binnenmarkt zur Folge. Abgesehen davon will die Arbeit des Imkers kaum jemand übernehmen, wodurch die Anzahl der Bienenstöcke drastisch zurückgeht.

 

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