Letztes Update am 15.01.2008
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armutsfalle



In der EU gibt es derzeit 72 Millionen Menschen, deren Einkünfte unterhalb der Armutsgrenze liegen. In der Hauptsache sind es junge Menschen unter 18 Jahren, die von Armut gefährdet sind. Aber nicht nur junge, auch Einzelhaushalte und Alleinerzieher sind von Armut bedroht, lässt der EU-Bericht erkennen. Als Ursache wird der Verlust gesicherter Beschäftigungsverhältnisse sowie der Strukturwandel angeführt. In der Regel gleiten jene Personen leichter unter die Armutsgrenze, deren Beziehungen zerbrechen, wodurch die Kinder am meisten betroffen sind, weil sie sich aus dieser Situation auch mit zunehmendem Alter kaum mehr lösen können. Es entsteht ein Teufelskreis, aus dem es schier keinen Ausweg gibt. Wer daher unter ein Einkommen von 726 EURO fällt, soll als Absicherung gegen Armut die Mindestsicherung erhalten.

Die Sicherheit eines ständigen Einkommens, als auch die einer fixen Beziehung sind geringer geworden, dadurch erhöht sich das Armutsrisiko des zurückbleibenden Elternteils ua mit der Obsorgepflicht für die Kinder. Seit 1960 hat sich die Scheidungsrate in der EU geradezu verdoppelt und die atypischen Beschäftigungen (zB freier Dienstvertrag) haben zugenommen. Die Einkommensschere geht auseinander dh die Ungleichheit der Einkommen geht immer weiter auseinander. Die wenigsten Armen sind in jenen EU-Ländern anzutreffen, in denen die Einkommensunterschiede am geringsten sind

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