ORF greift in die Kassen der Bürger
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Die ORF-Programmentgelte steigen ab Juni 2008 um 9,4 %, pro Haushalt sind monatlich 1,50 Euro mehr zu zahlen. Das hat der ORF-Stiftungsrat gestern mit knapper Mehrheit beschlossen. Der ORF-Anteil an den Rundfunkgebühren beträgt damit künftig 15,10 Euro pro Teilnehmer. Die Anpassung wirkt sich aber auch auf jene Gebührenanteile aus, die an Bund und Länder gehen. Die Gebührenerhöhung bringt dem ORF 2008 zusätzliche Einnahmen in Höhe von 23,6 Mio Euro.
Von den 30 Stimmberechtigten - die Vertreter des Betriebsrates waren in dieser Frage nicht stimmberechtigt - stimmten 15 Stiftungsräte für den Antrag der Geschäftsführung, darunter die 13 Mitglieder des SPÖ-"Freundeskreises", die Grüne Monika Langthaler sowie der langjährige ORF-Mitarbeiter und Moderator des ORF-Europastudios, Paul Lendvai.
13 Räte des ÖVP-"Freundeskreises", der FPÖ und des BZÖ lehnten die Gebührenerhöhung ab. Die 15 Pro-Stimmen reichten, weil sich die Unabhängigen Klaus Pekarek und Franz Küberl ihrer Stimme enthielten.
ORF-Chef Wrabetz erklärte nach der Sitzung es werde erhebliche Sparmaßnahmen geben. Nun stehe zusätzliches Geld für den österreichischen Film, die Landesstudios sowie für sportliche Großereignisse zur Verfügung.
