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Zuwachs an CO2 kostet 1,5 Mrd
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Die Republik Österreich wird 1,5 Mrd Euro "Strafe" zahlen müssen, weil es das Kyoto-Protokoll nicht einhält. Derzeit stößt Österreich jährlich um rund 25 Mio Tonnen CO2 (oder 36 %) zu viel aus. In Österreich gibt es aber kaum Maßnahmen, die den CO2-Ausstoß innerhalb der nächsten fünf Jahre merklich reduzieren könnten. Der Kyoto-Vertrag verlangt aber, dass zwischen 2008 und 2012 der CO2-Ausstoß durchschnittlich um 13 % (im Vergleich zu den Emissionen von 1990) gesenkt wird. 25 Mio Tonnen mal fünf Jahre (2008 bis 2012) machen 125 Mio Tonnen aus, die zu verringern sind.
Wer seine Ziele nicht erreicht, muss laut Kyoto-Vertrag CO2-Emmissionen aus dem Ausland nachkaufen und über diesen Umweg zur Klima-Verbesserung beitragen. Zum Beispiel bietet der indische Staat ein Investment für ein Kohlekraftwerk an, das ineffizient arbeitet. Die Republik Österreich übernimmt das Projekt, macht das Kraftwerk effizienter und sauberer und darf sich dafür die ersparten CO2-Emissionen als nationale Reduktion gut schreiben. Laut österreichischer Klima-Strategie sind bisher Zukäufe von rund 45 Mio Tonnen angemeldet, 289 Mio Euro sind dafür bereitgestellt. Österreich braucht zumindest 125 Mio Tonnen, also weitere 80.
Derzeit liegen die Kosten pro Tonne CO2 bei rund 14 Euro. Steigt der Preis auf 18 Euro, wovon nach günstigsten Schätzungen auszugehen ist, wird die Republik mindestens 1,5 Mrd Euro ausgeben müssen.
Nur Spanien hat im EU-Vergleich eine ähnlich schlechte Bilanz. Derzeit (seit Februar 2003) ist hiefür Umweltminister Josef Pröll verantwortlich. "Wir haben eine Reihe von Maßnahmen gesetzt, die erst jetzt wirksam werden", heißt es dazu aus dem Umweltministerium. Es sei aber nicht nur der Umweltminister gefordert, sondern alle, "allen voran der Verkehrsminister und die Bundesländer". Die "Straf"-Höhe von 1,6 Mrd Euro wollte man nicht bestätigen, aber es dürfte nicht billig werden.
Das ehemalige Zugeständnis von 13% wurde vom jetzigen Wirtschaftsminister Bartenstein gegeben und ermöglicht zB Portugal in derselben Zeitspanne einen Zuwachs von 29 %. Insgesamt hat die EU eine Einsparung von 8% an CO2 zu erreichen. Dieses Ziel ließe sich einfacher verkraften und würde den Steuerzahlern nicht so massiv in den Geldbeutel greifen.
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