Mit dem traditionellen Fahrplanwechsel der ÖBB Anfang Dezember kommt alljährlich auch die Anhebung der Preise. Diese macht heuer 4 % aus und tritt per 9.12.2007 in Kraft. Demnach wird zB die Strecke Wien-Linz statt 27,90 Euro 29,10 Euro kosten, Wien-Graz wird statt bisher 30,20 Euro künftig 31,40 Euro kosten. Wien-Salzburg dagegen wird nur um 1,8 % teurer und kostet dann 44,20 Euro.
Die ÖBB begründete die Erhöhungen mit den allgemeinen Preissteigerungen. Die Tarifanpassungen lägen unter der Inflationsrate. Wirksam werden die Erhöhungen für alle ÖBB-Tickets, bei denen sich der Fahrpreis nach den Fahrkilometern bemisst - also in erster Linie im innerösterreichischen und internationalen Fernverkehr. Im Nahverkehr kommen dagegen in der Regel die Tarife der jeweiligen Verkehrsverbünde zur Anwendung. Einen Antrag auf Anhebung der Verbundtarife hätten die ÖBB vorerst nicht gestellt.
Die Verbünde erhöhen ihre Tarife üblicherweise zu unterschiedlichen Zeiten. Zu Jahreswechsel gibt es Tarifänderungen meist in Oberösterreich und Vorarlberg. Beim Oberösterreichische Verkehrsverbund (OÖVV) hat das Servicecenter bestätigt, dass die Tarife per 1.1.2008 neuerlich angehoben werden.
Die Nächsten im Reigen sind die Verkehrsverbünde Niederösterreich-Burgenland und Tirol, die 2007 ihre Tarife im Februar angehoben haben. Für 2008 beabsichtigen die beiden Verbünde keine Anhebung. Alle übrigen Nahverkehrsverbünde - darunter der größte, der Verkehrsverbund Ostregion (VOR) - haben ihre Tarife heuer erst im Jahresverlauf angepasst. Für nächstes Jahr konnte noch nichts gesagt werden.
