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Ausbau der Wasserkraft PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Administrator   
Montag, 5. Mai 2008
Der Stromverbrauch steigt seit Jahren an, die Stromproduktion aus Wasserkraft stagniert. Immer mehr Strom stammt aus kalorischen Kraftwerken oder muss importiert werden. Der Importstrom wiederum kommt zu einem guten Teil aus Kernkraftwerken. Dies wollen Wirtschaftsminister Martin Bartenstein und die Elektrizitätswirtschaft ändern. Sie präsentierten am Montag eine Studie über das noch nicht erschlossene Wasserkraft-Potenzial und kündigten einen forcierten Ausbau an. Der Wasserkraftanteil liegt derzeit bei 58 %. Im Gegenzug wurde Österreich im Jahr 2001 Netto-Stromimporteur. Etwa zehn Prozent der hierzulande verbrauchten Elektrizität stammt derzeit aus ausländischen Kraftwerken. Wenn diese Entwicklung anhält, werden wir im Jahr 2020 rund 30% unseres Stroms importieren. Dies soll mit dem Ausbau der noch ungenützten Wasserkraft-Potenziale verhindert werden.

38 Terawattstunden beträgt die Jahresproduktion der vorhandenen Wasserkraftwerke. Laut der vorgelegten Studie wären Anlagen für weitere 18 Terawattstunden technisch machbar und wirtschaftlich sinnvoll. Allerdings muss auf fünf Terawattstunden verzichtet werden, da sie entweder in Naturschutzgebieten oder in Gebieten mit Weltkulturerbe-Ausweisung liegen. Hainburg und die Wachau können auch nicht als Standorte in Betracht gezogen werden.
Ein Großteil des verbleibenden Potenzials soll nach Wunsch von Bartenstein und der E-Wirtschaft bis 2020 ausgebaut werden. Die E-Wirtschaft würde 8,4 Mrd. Euro investieren, um sieben Terawattstunden bis 2020 zu schaffen. In diesem Ausbauziel sind die bereits bekannten Erweiterungen in Kaprun (Limberg II), dem Tiroler Kaunertal sowie die Kraftwerke Kopswerk II in Vorarlberg und Reißeck II in Kärnten enthalten. Die zusätzlich erforderlichen bislang unbekannten Großprojekte wollen vorerst nicht genannt werden. Die Politik hat aus Hainburg und Lambach gelernt. Aber Österreich muss die Klimaschutzziele erreichen. Und es gibt keine Maßnahmen, die kostenlos sind und nicht wehtun. Der große Vorteil der Wasserkraft ist, dass sie ohne öffentliche Förderung auskommt. Windkraft und Biomasse seien aufgrund des fehlenden Ausbaupotenzials keine Alternativen. Die Wasserkraft sollte wieder Vorrang haben.
 
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Newsflash vom 27.11.2010
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