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Inflation ungebrochen hoch |
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Geschrieben von Administrator
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Samstag, 15. März 2008 |
Erst vor wenigen Tagen hat die Regierung ein „Mietrechtliches Inflationslinderungsgesetz“ präsentiert, wonach die Mieten im April nur um 2,2 % und nicht um 3,6 % angehoben werden dürfen. Wohnen zählte aber im Februar 2008 bei weitem nicht zu den stärksten Preistreibern. Wohnen, Wasser und Energie waren „nur“ um 2,4 % teurer als im Vorjahr. Den ersten Platz bei der Teuerung nahmen die Nahrungsmittel mit 8,9 % ein. Die durchschnittliche Jahresinflation betrug 3,2 %. Mehr zahlen mussten, wie üblich, auch die Autofahrer. Der Index für den privaten Pkw-Verkehr legte im Jahresabstand um 7,6 % zu. Bei den Nahrungsmitteln stiegen am kräftigsten die Preise für Teigwaren und Käse. Dieser Trend dürfte anhalten. Zunächst wird bis Jahresmitte der Basiseffekt zuschlagen. Die stärksten Preissprünge hatte es im Vorjahr im Sommer und im Herbst gegeben. Bis dahin wird die Teuerung im Jahresvergleich ähnlich stark bleiben. Doch auch dann ist nur teilweise Entspannung angesagt. Die Nachfrage nach Nahrungsmitteln steigt nämlich weltweit steil an. Ein wenig Entspannung dürfte mittelfristig von der Angebotsseite kommen. So hatte es im Vorjahr eine Missernte in Australien gegeben. Heuer dürfte das Angebot an Weizen um 7% steigen. Mittelfristig werde auch die Landwirtschaft in den Schwellenländern und Entwicklungsländern produktiver werden. Das Angebot an Nahrungsmitteln dürfte also in der nächsten Zeit steigen. Doch diese Effizienzsteigerung sei kostspielig. Rentieren würden sich diese Investitionen nur, wenn die Preise für landwirtschaftliche Produkte entsprechend hoch sind. Folglich dürfte der Preisauftrieb bei Nahrungsmitteln wohl noch eine Weile überdurchschnittlich sein, wenn gleich er nicht ständig bei 8 bis 10% liegen wird. Dass man sich in den nächsten Jahren an Inflationsraten von über 3% gewöhnen muss, ist nicht zu erwarten. Doch über 2% würde die Regel sein. Die jüngste Wifo-Prognose für heuer lautete 2,6 %. Diese dürfte aber demnächst nach oben revidiert werden.
In der Eurozone kletterte die Inflationsrate im Februar auf einen Rekordwert von 3,3 %, in der gesamten EU auf 3,4 %. |
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Letzte Aktualisierung ( Montag, 17. März 2008 )
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