| Produktivität unterentwickelt |
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| Geschrieben von Administrator | |
| Dienstag, 4. März 2008 | |
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Nur elf der 14 größten Volkswirtschaften der EU erfüllen derzeit die Vorgaben der Lissabon-Strategie. Sie soll nämlich die EU zum wettbewerbsfähigsten und dynamischsten wissensbasierten Wirtschaftsraum der Welt machen soll. Österreich gehört neben Frankreich und Italien zu jenen drei Ländern, die die Vorgaben zuletzt nicht erfüllt haben. Die so genannte „Lissabon-Strategie“ wurde auf einem Sondergipfel der europäischen Staats- und Regierungschefs im März 2000 in der Hauptstadt Portugals verabschiedet. Sie soll die EU bis 2010 zum wettbewerbsfähigsten und dynamischsten wissensgestützten Wirtschaftsraum der Welt machen. Derzeit erreicht die Alpenrepublik bei der Zielerfüllung einen Indikator von 0,88 und landet auf dem vorletzten Platz vor Italien. Mit einem Wert von 1 hätte man die Lissabon-Vorgabe erfüllt, mit einem höheren Wert übertroffen. Finnland ist mit einem Wert von 1,69 Spitzenreiter, an zweiter Stelle liegt Irland mit 1,44. Ziemlich schlecht schneidet Österreich beim Wachstum der Arbeitsproduktivität ab. Zieht man als Vergleichsmaßstab die USA heran und gibt ihr den Wert 1, so erreicht Österreich nur 0,65 Punkte. Noch schlechter sind nur Spanien (minus 0,12) und Italien (0,53). Die 15 Mitgliedstaaten der EU zum damaligen Zeitpunkt haben dagegen mit einem Wert von 1,35 in Sachen Produktivität die USA überholt. Freilich könnte das mit der derzeit schlechten US-Konjunktur zusammenhängen und nur eine Momentaufnahme sein. Es gibt aber Indikatoren dafür, dass der Vorsprung nachhaltig ist. Trotz starkem Beschäftigungswachstum seit 2005 ist die Produktivität gestiegen. Die Produktivität messe den Arbeits-Output pro Beschäftigten. Werden viele Jobs für niedrig Qualifizierte im Dienstleistungssektor geschaffen, kann das die Produktivität nach unten drücken. Dass das in Europa nicht passiert ist, sei ein gutes Zeichen. Österreich bewegt sich auch bei der Investitionstätigkeit vergleichsweise langsam auf das Lissabon-Ziel zu. Dort ist der Vergleichsmaßstab die Investitionsquote (Ausrüstungsinvestitionen am Bruttoinlandsprodukt) von EU-15, USA und Japan. Österreich kommt nur auf einen Wert von 0,93. Auch bei der Akademikerquote schneidet Österreich mit einem Wert von 0,23 sehr schlecht und nur etwas besser als Italien ab. Auf gutem Weg zum Lissabon-Ziel ist Österreich dagegen bei den anderen drei Kriterien. Beim Wirtschaftswachstum (der Vergleichsmaßstab sind 3 % im Jahresvergleich), bei den Staatsfinanzen (der Vergleichsmaßstab ist ein ausgeglichener Haushalt inklusive Zinszahlungen sowie ein Schuldenstand von 60 % des BIP) und der Beschäftigungsquote konnte das Land im dritten Quartal des Vorjahres die Vorgaben mehr als erfüllen. Die niedrige Beschäftigungsquote Älterer wird durch eine hohe Frauenbeschäftigung und überhaupt durch eine hohe Erwerbsquote wettgemacht. |
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| Letzte Aktualisierung ( Freitag, 7. März 2008 ) |
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